Artikel vom 20.12.2011

Steffen und Sabine: Top 2011

Steffen Klink und Sabine Rumpf sind zweifelsohne die Leichtathleten des Jahres im Landkreis Limburg-Weilburg. Die beiden Athleten aus Kirberg beziehungsweise Selters haben sich einen guten Namen in der Bundesrepublik Deutschland gemacht und sind in Europa und der Welt eine feste Größe.

Von Marion Morello

Limburg-Weilburg. Es macht eben viel aus, wenn es nicht nur eine starke obere Breite, sondern tatsächlich auch den einen oder anderen Top-Athleten gibt, an denen sich die jungen Talente orientieren können. Die Werfergruppe von Martin Rumpf in Niederselters um die Spitzenathletinnen Sabine Rumpf und Julia Bremser (LSG Goldener Grund) sowie Zehnkämpfer Steffen Klink (TSV Kirberg) machen es vor, und die jungen Sportler ziehen mit. Auf die entsprechenden Erfolge wird man in naher Zukunft nicht lange warten müssen.

Ein Jahr mit vielen Aufs, aber auch dem einen oder anderen Ab liegt hinter Steffen Klink. Der 19-Jährige legte bei der Europameisterschafts-Qualifikation in Bernhausen im Juli glänzende 7749 Punkte hin – Weltklasse. In jeder einzelnen Disziplin stellte der junge Mann aus Heringen unter Beweis, dass er außergewöhnlich ist. 100 Meter in 11,14 Sekunden, 7,01 Meter im Weitsprung, 14,67 Meter im Kugelstoßen, 2,04 Meter im Hochsprung, 51,57 Sekunden über 400 Meter, 14,41 über 110 Meter Hürden, 44,09 im Diskuswerfen, 4,50 Meter im Stabhochsprung, 53,59 im Speerwerfen und 4:41,22 über 1500 Meter.

Steffen Klink aus Hünfelden (hier beim Weitsprung) gehört zu den weltbesten Zehnkämpfern in seiner Juniorenklassen und ist einer der Vorzeigeathleten des Landkreises.Steffen Klink aus Hünfelden (hier beim Weitsprung) gehört zu den weltbesten Zehnkämpfern in seiner Juniorenklassen und ist einer der Vorzeigeathleten des Landkreises.Beim Saisonhöhepunkt, der U20-Europameisterschaft in Tallinn/Estland, wollte Steffen Klink mehr – am liebsten eine Medaille. Was er zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, war, dass eine Virusinfektion in ihm schlummerte und seine Kräfte rationierte. Dennoch lieferte er in der estländischen Hauptstadt einen ganz starken Zehnkampf ab, gab wie immer alles und wurde mit 7623 Punkten Sechster. Mehr ging an diesen beiden Tagen im Juli nicht.

Kaum daheim, bekam er hohes Fieber und konnte fortan ganze drei Monate nicht mehr trainieren. Sein Körper brauchte Ruhe, war ausgepowert. Inzwischen hat sich Steffen Klink in Frankfurt eine kleine Wohnung gemietet, sein Kopf ist frei, er ist bereit für neue Aufgaben.

Mit einer kleinen Operation endete auch das Sportjahr für Diskuswerferin Sabine Rumpf. Das linke Knie hatte gezwickt, eine Sehne musste gespalten werden. Das geschah in der Tagesklinik am Brand in Mainz. Für die Polizeikommissaranwärterin aus Niederselters kein großes Ding – sie hat schon Schlimmeres überstanden. Etwa die Bauchmuskelzerrung, die für sie im Sommer das Ende aller Saisonträume bedeutete. Mit ihrer Weite von 60,67 Metern hatte sich Sabine Rumpf sowohl für die Universiade in Shenzhen in China als auch für die Weltmeisterschaft in Daegu in Südkorea qualifiziert. Beide Top-Ereignisse musste sie sausen lassen. Auf eigenen Wunsch blieb sie zu Hause. "Das finde ich schon herausragend", weiß dies ihr Trainer Martin Rumpf einzuschätzen. "Manch anderer wäre mitgefahren und hätte vor Ort verzichtet." So ist sie eben...

Zu Jahresbeginn war Sabine Rumpf mit der Mannschaft Europameisterin im Winterwurf und Siebte der Winterwurf-Europameisterschaften im Einzel geworden. 2012 soll ihr ganz großes Jahr werden. Olympische Spiele in London – da will sie unbedingt hin. Damit dieses große Ziel verwirklicht werden kann, müssen jedoch alle Komponenten passen: die Leistung, die Gesundheit, das Umfeld. Letzteres ist bereitet mit zuverlässigen Sponsoren und einer tollen Trainingsgruppe in Niederselters. Viel hilft ihr dabei ihre Trainingspartnerin Julia Bremser – ihrerseits eine Diskuswerferin der deutschen Spitzenklasse. Mit 29 Jahren hat sie gerade in 2011 eine sensationelle Weiterentwicklung genommen und sich auf 59,84 Meter gesteigert. Damit ist sie die Nummer vier in Deutschland. (mor)

Sabine Rumpf: Im Nationaltrikot war sie die dominierende Persönlichkeit im Landkreis Limburg-Weilburg.

Sabine Rumpf: Im Nationaltrikot war sie die dominierende Persönlichkeit im Landkreis Limburg-Weilburg.

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Artikel vom 15.11.2011

Ein Ausnahme-Athlet

Die Kirberger sind stolz auf Steffen Klink

Hünfelden-Kirberg. Der Kirberger Zehnkämpfer Steffen Klink wurde bei einem Empfang des TSV Kirberg für seine Leistungen und Platzierungen geehrt. Im Vereinsheim des TSV Kirberg hatten sich die aktiven Leichtathleten getroffen. Der Vorsitzende des TSV, Armin Wiche, legte mit wenigen lockeren Worten die erbrachten Leistungen und Platzierungen von Steffen dar – so die 7749 Punkte bei beim Qualifikationswettkampf in Bernhausen, 2,05 Meter im Hochsprung, 57,88 Meter im Speerwerfen. Weitere Leistungen: Dritter Platz bei den Deutschen Hallen-Mehrkampfmeisterschaften, Qualifikation für die Europameisterschaften und den dort erkämpften sechsten Platz. Auch über die Berufung zur Zehnkampf-Nationalmannschaft sowie in das "Junior-Elite-Team" für Olympia 2016 freuten sich alle Anwesenden und bedachten dies mit herzlichem Beifall. Nach seinen Ausführungen überreichte der Vorsitzende dem Vorzeige-Athlet noch einen gefüllten Umschlag. Die Hünfeldener Bürgermeisterin Silva Scheu-Menzer (parteilos) überreichte einen Umschlag, dessen Inhalt für die Sportausstattung von Steffen beitragen soll. Von der Leichtathletik-Abteilung bekam Steffen Klink neue Wettkampf-Disken für die Männerklasse mit auf den Weg ins Trainingslager. Steffen Klink ist jetzt mit der Zehnkampf-Nationalmannschaft im Trainingslager in Portugal, um den Grundstock für seine Vorbereitung für die Leichathletik-Saison 2012 zu legen.

TSV-Vorsitzender Armin Wiche (links), Trainer Bernd Franzen und Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer ehren Steffen Klink für seine Erfolge (von rechts).

TSV-Vorsitzender Armin Wiche (links), Trainer Bernd Franzen und Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer ehren Steffen Klink für seine Erfolge (von rechts).

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Vielen Dank für die vielen Glückwünsche und aufbauenden Worte,

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Artikel vom 26. Juli 2011

EM-Tagebuch: "Es lief nicht so, wie ich es wollte"

Der Zehnkämpfer Steffen Klink vom TSV Kirberg hat bei den U20-Europameisterschaften in Tallinn/Estland einen glänzenden Wettkampf hingelegt, mit dem er Sechster in einem absoluten Weltklassefeld wurde (wir berichteten aktuell). Für die Nassauische Neue Presse schildert er exklusiv seine Eindrücke.

"Der Tag nach dem Wettkampf. Ein schwerer Tag, ernüchternd und doch erleichtert. Während und direkt nach dem Wettbewerb war ich schon sehr enttäuscht. Es lief nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte, und ich weiß gar nicht so recht, warum. Ich hatte unbedingt eine Medaille gewinnen wollen. Das ist mir nicht gelungen. Meine Konkurrenten sind in absoluter Bestform angetreten, da reichte meine Normalform eben nicht aus, obwohl ich mit 7623 Punkten ganz nah an meiner persönlichen Bestleistung war; in Bernhausen hatte ich 7749 Punkte erzielt. Aber inzwischen habe ich mich wieder etwas gefangen. Ich brauchte einige Zeit, um mit mir ins Reine zu kommen, habe dann aber am Sonntagabend mit dem Team ein wenig gefeiert. Ganz viele Menschen, auch solche, auf deren Wort ich höchsten Wert lege, haben mich beglückwünscht. Dann kann es ja so schlecht doch nicht gewesen sein. Ich akzeptiere das jetzt so. Unter dem Strich waren es großartige Junioren-Europameisterschaften. Ich hatte eine Menge Spaß mit meinen Zehnkampf-Kollegen Johannes Hock und Matthias Brugger. Mein Umfeld hat sich rührend um alles gekümmert, wir waren erstklassig untergebracht, alles hat gestimmt. Klar, dass es während zweier so harter Wettkampftage hier und da mal zwickt. Als ich mich beim Stabhochsprung an meinem Wurfarm verletzt habe, dachte ich mir nur noch: ,Augen zu und durch’. Das hat irgendwie geholfen. Beim Speerwerfen war ich trotz der Einschränkungen absolut locker, und prompt stellte ich mit 57,88 m eine persönliche Bestleistung auf. Ist schon manchmal komisch, was die Psyche so alles ausmacht. Gestern Abend bin ich wieder zu Hause in Heringen gewesen. Nach solch ereignisreichen Tagen ein etwas komisches, aber doch äußerst vertrautes und angenehmes Gefühl. Jetzt warten ein paar ruhige Tage, eine Woche Urlaub, auf mich. Dann sehen wir weiter . . ."

Ihr Steffen Klink

Artikel vom 25. Juli 2011

Die Leiden des jungen K.: Steffen Klink EM-Sechster

U20-Europameisterschaften in Tallinn: Der 19-Jährige aus Heringen lieferte einen tollen Zehnkampf

Aus der erhofften Medaille wurde es nichts. Dennoch kann Steffen Klink (TSV Kirberg) mit seinem 6. Platz nach einem großen Zehnkampf bei den U20-Europameisterschaften in Tallinn/Estland mehr als zufrieden sein.

Von Marion Morello

Tallinn. Es waren zwei Tage mit allen Höhen und Tiefen, die ein Zehnkämpfer durchleben muss, mit einer atemberaubenden Aufholjagd und fast noch mit einem Happy End. Steffen Klink griff nach zwei überaus harten Wettkampftagen, einem zwischenzeitlichen Tiefpunkt, zum Schluss fast noch nach der Bronzemedaille und wurde schließlich Sechster mit 7623 Punkten. Dennoch können der 19-Jährige, sein Trainer Philipp Schlesinger, seine Eltern Nicol und Jörg-Steffen und alle Fans, die in Tallinn und zu Hause in Heringen und beim TSV Kirberg die Daumen gedrückt haben, sehr stolz auf Steffen Klink sein.

Der Auftakt schmeckte dem 19-Jährigen aus Heringen ganz und gar nicht, hatte er sich doch über die 100 m am frühen Samstagmorgen mehr erwartet als die 11,38 Sekunden, mit denen er Zwölftbester war. Überraschend Schnellster im Feld war der Niederländer Mark Jacobs, der in 10,98 als einziger Zehnkämpfer die Elf-Sekunden-Marke knackte. Von diesem unbeschriebenen niederländischen Blatt sollte man noch einiges hören an diesem Wochenende in Estlands Hauptstadt.

Die zweite Disziplin, der Weitsprung. Eine der Stärken Steffen Klinks. 7,06 m waren nicht von schlechten Eltern. Doch wieder waren sieben Konkurrenten besser als er. Allen voran Topfavorit Kevin Mayer. Der Franzose setzte satte 7,52 m in die Grube – persönliche Bestleistung. Auch DLV-Athlet Matthias Brugger ließ mit 7,35 m aufhorchen. Schon jetzt war klar, dass es um Steffen Klink herum mit Zehnkämpfern in absoluter Topform nur so wimmelte. Der Abiturient vom TSV Kirberg indes knirschte ob seiner Leistungen mit den Zähnen, obwohl die Ergebnisse wirklich nicht schlecht waren. Auch im Kugelstoßen lief es nicht so, wie es sich der ehrgeizige Heringer vorgestellt hatte. Mit 14,11 m war er hier Zehnter. Sein Teamgefährte Johannes Hock – DLV-Jahresbester in dieser Saison – glänzte mit persönlicher Bestweite von 16,31 m und biss sich damit an dem Franzosen Mayer fest.

Zeit, um in sich zu gehen

Mittagspause. Zeit, um kurz zu verschnaufen, in sich zu gehen, sich neu zu motivieren. Steffen Klink haderte mit seinem Schicksal und seiner Leistung, obwohl dafür eigentlich kein Grund bestand. Es fehlten nur die großen "Ausreißer" nach oben. Im Hochsprung am Nachmittag brachte Steffen Klink solide 2,01 m zur Strecke – Fünftbester. Hier glänzte der Lette Reinis Kregers mit 2,04 m. In der Gesamtwertung war Steffen Klink jetzt Siebter. Kevin Mayer lag mit 3322 Punkten in Führung – ein Weltklasse-Zwischenergebnis. Der erste Tag endete mit dem 400-m-Lauf. Nach 51,48 Sekunden schrammte Steffen Klink nur knapp an seiner Bestzeit vorbei. Wer war der Schnellste? Der Niederländer Mark Jacobs (49,27).

Steffen Klink fehlte ein wenig die Lockerheit. Stattdessen versuchte er es über die Kraft, was zwangsläufig zur Verkrampfung führt. "Warum bin ich ausgerechnet zum Saisonhöhepunkt nicht so gut drauf?" Die Frage quälte ihn fortwährend. Klar, die Konkurrenten ließen eine persönliche Bestmarke nach der anderen fallen, aber überdurchschnittlich gut waren Steffen Klinks Ergebnisse dennoch.

Tag zwei begann mit den 110 m Hürden. Hier war Steffen Klink mit 14,64 Sekunden der Siebtschnellste im Feld. Und dann fiel endlich auch bei ihm die erste persönliche Bestmarke: 44,84 m – so weit hatte er den Diskus noch nie geworfen. Hier überraschte erneut Johannes Hock, der seine alte Hausmarke mit sehr starken 47,37 m knackte. Nach diesem Hoch folgte wieder ein – aus Steffen Klinks Sicht – leichtes Tief. Beim Stabhochsprung schaffte er 4,40 m. Er hatte sich ein wenig mehr erhofft, lag aber dennoch in der Gesamtwertung auf dem 5. Platz.

Zudem hatte er sich beim Springen am rechten Arm verletzt. Ausgerechnet dem Arm, mit dem er anschließend das Speerwerfen bestreiten musste. Die Physiotherapeuten taten, was möglich war. Und siehe da, der 19-Jährige donnerte den Speer im zweiten Versuch auf 55,13 m. So weit hatte er noch nie geworfen. Und noch besser: Im dritten Durchgang steigerte er sich sogar auf unglaubliche 57,88 m. Sensationell! Jetzt war sein Kampfgeist wieder geweckt, und seine Motivation auf dem Siedepunkt. War Bronze doch noch möglich? Jetzt noch die 1500 m, der nicht von ungefähr "Zehnkampf-Marathon" genannt wird. Hier gehen die Athleten ein letztes Mal an ihre Schmerzgrenze und weit darüber hinaus. Auch Steffen Klink tat das erwartungsgemäß. Nach 4:48,85 Minuten blieb die Zeitmessung stehen. Insgesamt hatte er damit 7623 Punkte gesammelt und war Sechster.

Europameister wurde der Franzose Kevin Mayer mit erstklassigen 8124 Punkten vor den beiden Deutschen Matthias Brugger (7853) und Johannes Hock (7806). (mor)

Steffen Klink beim 400-Meter-Lauf in Tallinn.

Steffen Klink beim 400-Meter-Lauf in Tallinn.

Artikel vom 23. Juli 2011

EM-Tagebuch: Grüße an die Edelfans daheim und an Omi und Opi

Der Zehnkämpfer Steffen Klink (TSV Kirberg) startet heute und morgen bei der U20-Europameisterschaft in Tallinn/Estland. Für die Nassauische Neue Presse schildert er exklusiv seine Eindrücke.

Heute ist Wettkampf. Genau um 9.35 Uhr fällt der Startschuss für meine erste Disziplin, die 100 m. Ich beschreibe mal in Kürze den Ablauf eines typischen Wettkampftages. Grundsätzlich heißt es, immer vier Stunden vor dem Start wach zu sein beziehungsweise aufzustehen. Einfach nur, damit der Kreislauf in Schwung kommt. In meinem Fall ist es also 5.35 Uhr, wenn mein Wecker und mein Handy klingeln; denn sicher ist sicher. Dann heißt es, ins Bad gehen, sich frisch machen und frühstücken. Dazu gehören Tee, Eier, Käse, Müsli und Kraftbrühe. Nach meinen 100 m kommt der Weitsprung, dieser wird um 10.30 Uhr sein. Zwischen dem Sprint und dem Sprung wird es keine Pause geben, denn dann heißt es schon wieder, sich einzuspringen und den Anlauf auszumessen; mein Anlauf beträgt übrigens zirka 40 Meter. Dann geht es direkt weiter zum Kugelstoßen, das um 12 Uhr beginnt, aber auch hier gilt es, sich einzustoßen und sich mit dem Wurfring vertraut zu machen. Fragt mich nicht wieso, aber irgendwie ist jeder Ring vom Gefühl her anders.

Nun gibt es etwa eine Stunde Pause, in der wir in eine Art Ruheraum gehen können. Ich nehme das gerne an und versuche – oder besser gesagt, ich zwinge mich – etwas zu essen. Ist echt nicht so einfach . . . Aber das Trinken fällt mir schon leichter; etwa sechs bis sieben Liter trinke ich an einem Wettkampftag mindestens. Um 15.05 Uhr wird es dann zum Hochsprung gehen. Das Einlaufen und erneute Warmmachen beginnt auch hier wieder etwa eine Stunde vorher. Der Hochsprung-Wettkampf kann dann auch locker eineinhalb Stunden und mehr dauern. Dann wird es nach einem langen Tag noch einmal hart. Eine kurze Pause steht uns bevor, bis der abschließende 400-m-Lauf beginnt. Nach fast 14 Stunden auf den Beinen nicht wirklich meine Lieblingsdisziplin. Man weiß vorher schon, dass man anschließend zusammenbrechen wird. Der Körper übersäuert hier, und das grundsätzlich. Die Frage ist lediglich, wann die Schmerzen einsetzen werden. Am Ziel stehen meist die Physios mit jeder Menge Eis; man hat ja noch einen weiteren Tag vor sich. Egal, da muss man einfach durch. Damit ist der Tag dennoch nicht zu Ende. Sobald die Beine wieder etwas mitspielen, wartet das Auslaufen. Das muss definitiv sein. Anschließend Massage. Bis wir im Hotel sind, dürfte es 21.30 Uhr sein. Dort nehme ich wieder viele Kohlenhydrate und Flüssigkeit zu mir, ehe ich versuchen werde, einzuschlafen.

Denn auch der zweite Tag beginnt um 9.30 Uhr mit den 110 m Hürden, das heißt: um 5.30 Uhr aufstehen. Danach geht es zum Diskus, Stabhochsprung, Speerwurf, und der abschließende 1500m Lauf wird um 18.15 Uhr fertig sein. Was am Ende da steht, weiß ich nicht, aber ich kann allen versichern, dass ich auch in diesem Wettkampf alles geben werde, auch wenn wir im Vorfeld immer wieder gesagt bekommen, dass wir das Ganze als Erfahrungsschatz für die Seniorenzeit und künftige internationale Höhepunkte sehen sollen. Sehe ich auch ein und finde das auch gut, ist aber kein Grund, nicht alles zu geben! Leider können meine Edelfans (die Schäfers, Gohlas, Kraus, Müllers, Klinks und der TSV) heute nicht dabei sein, und das ist auch klar, ich möchte euch aber alle grüßen und Omi und Opi besonders, da mir berichtet wurde, dass es euch besonders schwer fällt, nicht hier zu sein.

Grüße aus Tallinn

Ihr Steffen Klink

Steffen Klink

Steffen Klink

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Artikel vom 23. Juli 2011

Die Stunde Null

Steffen Klink startet heute und morgen im Zehnkampf der U20-Europameisterschaft

Für Steffen Klink schlägt heute die Stunde Null. In Estlands Hauptstadt Tallinn wird er im Zehnkampf der U20-Europameisterschaft sein Bestes geben und versuchen, nach einer Medaille zu greifen. Dazu muss allerdings wirklich alles passen.

Von Marion Morello

Tallinn/Hünfelden. Um 9.35 Uhr fällt für Steffen Klink vom TSV Kirberg der erste Startschuss zum 100-Meter-Sprint. Nur knapp eine Stunde später, um 10.30 Uhr, geht es zum Weitsprung, einer der Paradedisziplinen des 19-Jährigen. Zum Highnoon um 12 Uhr mittags ist das Kugelstoßen angesetzt. Nach einer längeren Mittagspause geht es um 15 Uhr weiter mit dem Hochsprung. Der erste Wettkampftag wird nach dem 400-Meter-Lauf (19 Uhr) beendet sein. Spätestens zu diesem Zeitpunkt werden Steffen Klink und sein Betreuerteam vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV), sein Heimtrainer Philipp Schlesinger sowie seine mitgereisten Eltern Nicol und Jörg-Steffen Klink in etwa wissen, wo die Reise hinführt. Der Sonntag beginnt für die Zehnkämpfer im Stadion um 9.30 Uhr mit dem 110-Meter-Hürdenlauf. Dann geht es Schlag auf Schlag. Das Diskuswerfen beginnt um 10.25 Uhr, das Stabhochspringen um 13.15 Uhr. Um 16.45 Uhr folgt das Speerwerfen, und der Startschuss für das große Finale – der berüchtigte 1500-Meter-Lauf – fällt um 18.15 Uhr.

Steffen Klink geht als zweitbester Deutscher mit einer Saison- und persönlichen Bestleistung von 7749 Punkten in den Wettkampf. Besser war im DLV-Bereich in dieser Saison lediglich Johannes Hock mit 7846 Punkten. Diese beiden führen auch die offizielle europäische Bestenliste an. Allerdings birgt die Sache einen gewaltigen Haken. Da gibt es nämlich noch den Franzosen Kevin Meyer, seines Zeichens U18-Junioren-Weltmeister von Brixen 2009. Damals hatte Steffen Klink bekanntlich die Bronzemedaille gewonnen. Kevin Meyer hat eine sensationelle Bestleistung von 7928 Punkten zu Buche stehen, diese hat er aber mit den schwereren Männer-Geräten (Kugel, Diskus, Speer) erzielt, wodurch er nicht in der offiziellen Liste, sondern gesondert aufgeführt wird. Von ihm ist in Tallinn einiges zu erwarten. Vielleicht kann der Franzose sogar einen Angriff auf den Junioren-Europarekord wagen, den Torsten Voss (damals DDR) 1982 in Erfurt mit 8397 Punkten aufgestellt hat.

Harte Konkurrenz hat Steffen Klink auch noch aus dem eigenen deutschen Lager in Person von Matthias Brugger (7702 Punkte) und vom Russen Pavel Rudnev (7668) zu erwarten. Das Wetter soll zumindest heute mitspielen bei 19 bis 28 Grad und viel Sonne, für Sonntag wird in Tallinn Regen prognostiziert. (mor)

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EM-TAGEBUCH "Man geht angenehm und respektvoll miteinander um"

Der Zehnkämpfer Steffen Klink (TSV Kirberg) startet am Samstag und Sonntag bei der U20-Europameisterschaft in Tallinn/Estland. Für die Nassauische Neue Presse schildert er exklusiv seine Eindrücke:

Es wird hier wirklich alles dafür getan, dass man sich wohl fühlt. Ein großes Lob an die Ausrichter hier in Estland. Die Verpflegung, das Essen, das Hotel und auch die Stimmung sind hervorragend. Ich teile mein Zimmer mit dem Weitspringer Yannick Roggatz, mit dem ich inzwischen ganz gut befreundet bin, denn wir waren auch bei der U18-WM in Brixen 2009 gemeinsam untergebracht. Im Hotel wohnen noch die Franzosen, Spanier, Österreicher, Schweizer und Kroaten; es klappt echt alles super. Man geht angenehm miteinander um – und vor allem respektvoll, was ich sehr wichtig finde. Wenn es regnet, trainieren wir in der Halle, die uns zu jeder Zeit zur Verfügung steht – natürlich eine Leichtathletikhalle mit Rundbahn und allem, was man braucht. Das Wetter ist durchwachsen, und die Regenwahrscheinlichkeit liegt bei 60 Prozent; aber damit muss man eben klar kommen.

Ja, ich möchte nicht verheimlichen, ein Nervositätsgefühl geht jetzt immer öfter durch den Magen, aber ich denke, das muss auch so sein. Die Freude über den Wettkampf übertrifft alles. Es wird Zeit. Heute kommt mein Trainer Philipp Schlesinger, meine Eltern sind auch schon hier. Es gibt zwar einen Bundestrainer in unserem Bereich, aber der eigene Trainer kennt einen doch zu 100 Prozent, und seine Anwesenheit ist physisch wie psychisch bei einem solchen Wettkampf unabdingbar, denn er ist ab einem bestimmten Zeitpunkt der einzige, der noch Zugang zum Athleten haben wird und kann.

Grüße aus Tallinn

Ihr Steffen Klink

Mit den Gedanken schon entrückt: Steffen Kllink fiebert dem Zehnkampf in Tallinn entgegen.

Mit den Gedanken schon entrückt: Steffen Kllink fiebert dem Zehnkampf in Tallinn entgegen.

Artikel vom 20. Juli 2011

EM-TAGEBUCH "Habe alles getan und in der Vorbereitung alles gegeben"

Der Koffer ist gepackt: Steffen Klink in offizieller DLV-Bekleidung vor der Abreise.

Der Koffer ist gepackt: Steffen Klink in offizieller DLV-Bekleidung vor der Abreise.

Der Zehnkämpfer Steffen Klink (TSV Kirberg) startet am Samstag und Sonntag bei den U20-Europameisterschaften in Tallinn/Estland. Für die Nassauische Neue Presse schildert er exklusiv sein Eindrücke.

"Ich muss zugeben, dass man schon nervös ist, wenn man sich morgens die Sachen von der Nationalmannschaft anzieht, aber es ist auch unfassbar schön. So richtig Zeit gab es für mich nicht, mich damit zu beschäftigen, war ich doch mit Abitur, Wohnungsumzug und vor allem mit vielen Trainingseinheiten und abschließenden Trainingstagen in Jena gut abgelenkt. Aber jetzt kribbelt es, und nach meinem abschließenden Stabhochtraining am Samstag spüre ich schon jetzt eine Art Konzentration auf diesen Wettkampf. Es ist wie bei einer Klausur: Jetzt habe ich alles getan und alles in der Vorbereitung gegeben, nun gilt es, abzuwarten und auf Spannung zu bleiben, bis am Samstag der Startschuss fällt.

Meine Koffer – zwei an der Zahl – wiegen zusammen übrigens 43 Kilogramm. Am Sonntag ging es um 11 Uhr nach Frankfurt ins Holiday Inn zum Team-Treffen mit allen 85 DLV-Athleten. Die Stäbe für den Stabhochsprung wurden bereits am Freitag nach Darmstadt gebracht. Sie werden nämlich mit einem Bus nach Tallinn gebracht, der dort wiederum als Mannschaftsbus dient. Um 13 Uhr gab es Mittagessen, danach wurden wir von unserer Delegationsleiterin Ester Fittko begrüßt und uns die Teamleitung, Trainer, Ärzte, Physio und Psychologe vorgestellt. Einige kannte ich bereits. Um 15 Uhr brachte uns ein Shuttleservice zum Trainingsgelände, bevor es um 18 Uhr zum Abendessen und um 20 Uhr zur Mannschaftssitzung ging.

Am Montag stand nach einem morgendlichen Waldlauf das Frühstück an, und um 11.30 Uhr wurden wir zum Flughafen gebracht. 12 Uhr: gemeinsames Einchecken; hat schon toll ausgesehen, so eine große Delegation einheitlich gekleidet. Um 14.25 Uhr hob der Flieger ab, und nach zwei Stunden waren wir schließlich im Hotel in Tallinn angekommen. Ich kann nur sagen: ,Sensationell’. Es ist wirklich alles perfekt hier im ,Radisson’, und der Ausblick über die Stadt ist ganz einfach nur genial.

Am liebsten würde ich jetzt meine Freude und Eindrücke mit denen teilen, die sich für mich und meinen Sport interessieren. Es gab wieder so viele Menschen, die mir liebe Wünsche schickten, und überhaupt habe ich viele tolle Leute um mich herum, und irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich das Ganze auch für meine kleine und schöne Heimat mache.

Jetzt muss ich aber nochmal los. Eine lockere Trainingseinheit wartet. 15 Minuten einlaufen, etwas Stabilisiation und Gymnastik. Das muss schon sein, so schön das nach dem ersten Eindruck hier auch alles ist. Aber ich bin ja nicht zum Ausruhen hier . . .

Grüße aus Tallinn

Steffen Klink

Artikel vom 20. Juli 2011

Klinks "Mission Tallinn"

Der Zehnkämpfer des TSV Kirberg greift am Samstag und Sonntag nach einer EM-Medaille

Für Steffen Klink wird es am Wochenende richtig ernst. Auf den Modellathleten des TSV Kirberg geht es am Samstag und Sonntag um Edelmetall im Zehnkampf bei den U20-Europameisterschaften in Estlands Hauptstadt Tallinn.

Von Marion Morello

Hünfelden-Heringen.

Gelandet ist Steffen Klink inzwischen – nicht im Sand, aber in Estlands Hauptstadt Tallinn. Foto: Iris

Gelandet ist Steffen Klink inzwischen – nicht im Sand, aber in Estlands Hauptstadt Tallinn. Foto: Iris

Steffen Klinks Wettkampf gegen die Besten Europas beginnt am Samstag um 9.35 Uhr mit dem 100-m-Lauf, der erste Tag endet um 19 Uhr mit den 400 Metern. Der Sonntag startet um 9.30 Uhr mit den 100 m Hürden. Das Ergebnis wird gegen 18.30 Uhr feststehen, wenn die Zehnkämpfer den abschließenden 1500-Meter-Lauf absolviert haben.

Dass Steffen Klink und überhaupt die insgesamt drei Zehnkämpfer im Trikot des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) zu den absoluten Topfavoriten zählen, zeigt ein Blick auf die aktuelle Weltbestenliste. Nach vielen tollen und erfolgreichen Jahren in der Vergangenheit und seinem großen Erfolg im Jahr 2009 mit dem Gewinn der Bronzemedaille bei den U18-Weltmeisterschaften in Brixen/Italien hat sich Steffen Klink nach einem Jahr (2010) voller Verletzungen in die Welt-Elite der männlichen Jugend A zurückgekämpft.

Der 19-Jährige aus Heringen nimmt in der Weltbestenliste des Internationalen Leichtathletik-Verbandes (IAAF) derzeit Rang drei ein. Nur der Amerikaner Kevin Lazas und sein deutscher Zehnkampfkamerad Johannes Hock (TV Marktheidenfeld) stehen noch vor Steffen Klink, der damit zweitbester Europäer ist. Allein diese Tatsache ist schon ein Riesenerfolg für Steffen Klink und auch für den Leichtathletikkreis Limburg-Weilburg. Das DLV-Trio wird von Matthias Brugger (Ulm) komplettiert.

Am Wochenende ist es nun an Steffen Klink, in Tallinn einmal mehr einen Zehnkampf auf hohem Niveau abzurufen. Bereits am Montag ist die Maschine mit 80 Athleten der deutschen Nationalmannschaft abgehoben, nachdem sich die Gruppe am Sonntag in Frankfurt eingefunden hatte. Alles andere als leicht wird diese Mission, da Steffen Klink bereits zwei Zehnkämpfe in den letzten zwölf Wochen in den Knochen hat. Das hat nicht nur sehr viel Kraft gekostet; Auch die Trainingsphase konnte nicht optimal auf diesen Wettkampf abgestimmt werden.

Steffen Klink reist nicht nach Tallinn, um einfach nur dabeizusein. "Wer Steffen kennt, der weiß, dass es für ihn um vordere Plätze geht", bescheinigt sein Vater Jörg-Steffen Klink. Sollte es der Heringer tatsächlich noch einmal schaffen, seine bisherige Bestleistung von 7749 Punkten zu bestätigen, sollte dies sogar für eine Medaille gut sein. Eine Zusammenfassung der Titelkämpfe wird am Sonntag, 24. Juli, ab 18 Uhr bei "Eurosport" zu sehen sein. (mor)

 

12.07.2011

Steffen Klink ist nominiert

Hünfelden-Kirberg. Nun ist es offiziell: Der für den TSV Kirberg startende Zehnkämpfer Steffen Klink wurde für die U20-Europameisterschaft in Tallinn nominiert. Mit tollen 7749 Punkten hatte sich Klink vor vier Wochen in Bernhausen qualifiziert und sich damit nicht nur das begehrte Ticket geholt, sondern wieder einmal bestätigt, dass er auch nach seiner verletzungsbedingten Pause zur absoluten Weltspitze der Junioren gehört. Zudem absolvierte er so nebenbei auch noch sein Abitur.

Steffen Klink ist bisher der einzige Athlet des Kreises Limburg-Weilburg, der jemals die 7000-Punkte-Marke übertroffen hat. So kommt es nicht von ungefähr, dass er den alten Kreisrekord um fast 1000 Punkten verbessert hat. Für Klink beginnt die Europameisterschaft bereits am Sonntag, 17. Juli, dann trifft sich die deutsche Nationalmannschaft um 13 Uhr in Frankfurt. Es wird eine Teambesprechung und ein Training geben, bevor am nächsten Tag um 14.25 Uhr der Flieger nin Richtung Tallinn/Estland starten wird. Die Europameisterschaft selbst wird am Donnerstag, 21. Juli, eröffnet, der Zehnkampf am 23. und 24. Juli absolviert. Während in Kassel die Deutschen Seniorenmeisterschaften laufen, werden die U20-Athleten somit Deutschland vertreten. Ein weiterer toller Erfolg und ein echtes Highlight für den jungen Athleten aus Kirberg.

08.06.2011

Ich bin begeistert!

Der Wettkampf hat richtig Spaß gemacht und ich freue mich riesig in Tallinn wieder für Deutschland an den Start gehen zu dürfen!

Einen großesDankeschön an alle Unterstützer!!

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Weltklasse: Steffen Klink fliegt zur U20-EM

7749 Punkte bei der Zehnkampf-Qualifikation der A-Jugend in Bernhausen

Einen sensationellen Zehnkampf hat Steffen Klink (TSV Kirberg) beim Meeting in Bernhausen hingelegt. Mit einer Weltklasseleistung von 7749 Punkten verbesserte er nicht nur seine persönliche Bestleistung (bisher 7534) um mehr als 200 Punkte, sondern übertraf die vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) geforderte Norm für die U20-Europameisterschaft im estländischen Tallinn zum zweiten Mal deutlich.

Von Marion Morello                                                      Technisch brilliant: Steffen Klink beim 110m-Hürdenlauf. Foto:Hensel          

Hünfelden-Kirberg. Gemeinsam mit Johannes Hock (SV Ulm) und Matthias Brugger (Marktheidenfeld) fliegt Steffen Klink definitiv als zweitbester deutscher Zehnkämpfer seiner Altersklasse zur Europameisterschaft nach Estland vom 20. bis 24. Juli. Da alle drei Athleten in diesem Jahr die 7700-Punkte-Grenze bereits deutlich übertroffen haben, zählen sie zu den absoluten Medaillenkandidaten in Tallinn.

Steffen Klink hatte in Bernhausen zwei Top-Tage in Top-Form erwischt. Schon beim 100-Meter-Lauf knackte er seine persönliche Bestmarke von bisher 11,25 Sekunden: Bei 11,14 blieben die Uhren stehen. In einer seiner Paradedisziplinen, dem Weitsprung, landete er mit 7,01 m den weitesten Sprung aller Konkurrenten, ehe er die Kugel 14,67 m weit stieß. Mit 2,04 m machte er im Hochsprung einen Riesensatz mit Freiluft-Bestleistung und ließ den ersten Tag mit 51,57 Sekunden über 400 m ausklingen.

Sensationelle Bestleistungen

Tag zwei begann für den Heringer mit sehr schnellen 14,41 Sekunden über 110 m Hürden. Es folgten 44,09 m beim Diskuswerfen. Dann der Stabhochsprung. Mit 4,50 m stellte der 19-Jährige seine bisherige Hallen-Hausmarke ein und erzielte Bestleistung im Freien. Beim Speerwerfen ließ es Steffen Klink dann so richtig krachen. Mit 53,95 m purzelte eine weitere persönliche Bestleistung. Und die Krönung folgte beim abschließenden 1500-Meter-Lauf, den Steffen Klink in schier unfassbaren 4:41,22 Minuten absolvierte – fast acht Sekunden schneller als je zuvor. Mit 7749 Punkten wurde er Zweiter hinter Johannes Hock, der glänzende 7846 Punkte schaffte.

"Mein Traum war es, in dieser Saison 7600 Punkte zu erzielen. Mit diesem Ergebnis habe ich niemals gerechnet", freute sich der überglückliche Steffen Klink, der mit seiner exzellenten Leistung sicher zu den besten fünf U20-Zehnkämpfern der Welt gehört. (mor)

19.05.2011

Artikel vom 18.05.2011

Klink in der Warteschleife

Der Kirberger Zehnkämpfer hat die U20-EM-Norm erfüllt

Mit dem Erreichen der Norm für die U20-Europameisterschaft im Zehnkampf hat Steffen Klink vom TSV Kirberg beim Qualifikations-Wettkampf in Büdelsdorf ein erstes wichtiges Teilziel gemeistert (wir berichteten).

Von Marion Morello

Hünfelden.7200 Punkte hat der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) für die EM gefordert – 7475 Punkte hat Steffen Klink abgeliefert. Ein starkes Ergebnis, und das im Dauerregen. Dennoch heißt es jetzt für den 19-Jährigen warten, denn der DLV nimmt definitiv nur drei Zehnkämpfer mit in die estländische Hauptstadt Tallinn. Sollten also noch mehr Athleten die 7200-Punkte-Grenze überbieten, fahren nur die drei Besten. Bisher hat das neben Steffen Klink nur der Sieger von Büdelsdorf, Matthias Brugger (SSV Ulm/7702) geschafft. "Steffen wird die zweite Qualifikation in Bernhausen auf jeden Fall noch machen", geht Landestrainer Manfred Kehm auf Nummer sicher. Also muss Steffen Klink am 4./5. Juni in Filderstadt-Bernhausen noch einmal im Zehnkampf ran. Ein kräftezehrendes Unterfangen.

"Er ist überall auf einem sehr hohen Niveau. Aber Steffen hat noch Reserven, vor allem in den Würfen." Fest steht jedenfalls: Wenn Steffen Klink seine Form hält, kann er bei der U20-EM auf jeden Fall um eine Medaille mitkämpfen. Besonders stark waren seine 2,00 m im Hochsprung, sein 7,07-m-Weitsprung sowie sein Speerwurf auf stattliche 52,42 m. Und: Das alles ist bei Steffen Klink noch ausbaufähig . . . (mor)

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11.04.2011

Artikel vom 08.04.2011

Tallinn wartet auf Klink

Der Zehnkämpfer des TSV Kirberg will zur U20-Europameisterschaft

Steffen Klink «is back». Das ist spätestens seit den Deutschen Hallen-Mehrkampf-Meisterschaften bekannt, wo der Zehnkämpfer des TSV Kirberg mit herausragenden Ergebnissen auf sich aufmerksam gemacht und ein überzeugendes Comeback nach seiner langen Verletzungspause gefeiert hat. Für diese Saison hat sich der 18-Jährige einiges vorgenommen; sein Ziel: die Zehnkampf-U20-Europameisterschaften in Tallinn.

Von Marion Morello

Hünfelden. Den Fahrplan in die Hauptstadt Estlands hat Steffen Klinks Trainer Philipp Schlesinger festgelegt. Doch vor den Preis haben die Götter bekanntlich den Schweiß gestellt. Nach bereits intensiven Trainingseinheiten in Frankfurt – hier hatte der junge Mehrkämpfer eine «30-Stunden-Woche» zu absolvieren gehabt – geht es am morgigen Samstag, 9. April, mit einer sechsköpfigen Trainingsgruppe ins tschechische Jablonec. Hier stehen weitere 14 harte Trainingstage auf dem Programm.

Anschließend geht es Schlag auf Schlag. Es stehen zwei Vorbereitungswettkämpfe in Einzeldisziplinen am 30. April in Friedberg und am 7. Mai in Wetzlar an, bevor es zum ersten Zehnkampf in diesem Jahr am 14./15. Mai nach Büdelsdorf in Schleswig-Holstein geht. Dort besteht eine von lediglich zwei Möglichkeiten zur Qualifikation für die Europameisterschaften vom 19. bis 24. Juli in Tallinn.

Dazu gilt es, die hohe Qualifikationsnorm von 7200 Punkten zu erzielen. Allerdings buchen auch bei Erreichen dieser Norm nur die ersten drei das begehrte Ticket. Allein die interne Konkurrenz aus dem Bereich des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) ist enorm, wie sich bei den Deutschen Hallen-Mehrkampf-Meisterschaften gezeigt hat. Neben drei Weltklasseleistungen hatten auch die nachfolgenden Athleten starke Ergebnisse erzielt.

Eine zweite Chance, sich für die EM zu qualifizieren, bietet sich in Bernhausen, wo die Entscheidung am 4./5. Juni definitiv fallen wird. Bleibt zu hoffen, dass Steffen Klink an seine starken Leistungen vom Winter wird anknüpfen können, denn die waren wirklich spektakulär. Unter anderem hatte er seine Bestleistung im Hochsprung auf 2,05 Meter nach oben geschraubt – geradezu sensationell. Doch für den Zehnkämpfer aus Heringen zählt nur der Blick in die Zukunft: «Ich sehe im Moment nur nach vorne und habe für dieses Jahr ein klares Ziel: die U20-Europameisterschaft in Tallinn.» (mor)

Jubelsprünge würde Steffen Klink am liebsten auf dem Weg nach Estland machen. Foto: Iris

Jubelsprünge würde Steffen Klink am liebsten auf dem Weg nach Estland machen. Foto: Iris

                                                                                                                                                                                                                           

22.03.2011

Am 09.04. geht es mit meiner Trainingsgruppe ins Trainingslager. Dieses Jahr werden wir im tschechischen Jablonec trainieren. Ich bin gespannt...  

Die nächste Zeit werde ich wohl wieder etwas präsenter auf meiner Homepage sein und bestimmt auch wieder einmal ein paar Termine nennen können.

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Artikel vom 01.02.2011

Klinks Kampf mit Niveau

Bronze bei Deutschen Mehrkampf-Meisterschaften

Mit einer eindrucksvollen Leistung und dem Gewinn der Bronzemedaille hat sich Steffen Klink (TSV Kirberg) bei den Deutschen Hallen-Mehrkampf-Meisterschaften der männlichen Jugend A in Frankfurt-Kalbach zurück gemeldet.

Von Marion Morello

 Frankfurt-Kalbach. Es war ein Wettkampf auf allerhöchstem Niveau (wir berichteten). Die Medaillengewinner übertrafen allesamt das Ergebnis des Deutschen Meisters des Vorjahres. Gold ging an den Ulmer Mathias Brugger, der mit 5727 Punkten eine absolute Weltklasseleistung erzielte. Silber gewann Johannes Hock vom TV Marktheidenfeld mit 5671 Punkten, nur zwölf Punkte dahinter folgte nach seiner fast einjährigen Verletzungspause Steffen Klink (5659 Punkte). Angesichts der Tatsache, dass sich der Heringer in den letzten Monaten nahezu ausschließlich seiner Fitness hatte widmen und technische Aspekte nahezu völlig hatte außer Acht lassen müssen, grenzten die Geschehnisse in der Kalbacher Leichtathletik-Halle schon nahezu an ein Wunder.

Mit persönlicher Bestzeit im 60-m-Sprint von 7,19 Sekunden war Steffen Klink in den Siebenkampf gestartet. Es war die zweitbeste Zeit aller Athleten. Es ging weiter mit einer starken Vorstellung und 6,98 m im Weitsprung. Hier waren Brugger 7,26 m und Hock 7,25 m gelungen. Im dritten Versuch des Kugelstoßens verbesserte der Modellathlet im Trikot des TSV Kirberg seine Bestmarke auf 15,46 m. Es folgte der Hochsprung. Nahezu locker und leicht meisterte Steffen Klink alle Höhen bis 1,99 m (persönliche Mehrkampfbestleistung), scheiterte dann aber knapp an 2,02 m.

Als Zweiter in den 2. Tag

Der erste Tag war vorüber, und Steffen Klink lag an zweiter Position. Zwischen den drei Führenden und dem Rest des Feldes klaffte schon eine große Lücke. Tag zwei begann mit einem Paukenschlag: Der 18-Jährige im grünen Trikot war über 60 m Hürden in 8,20 Sekunden der Schnellste aller Athleten. Dann der Stabhochsprung. In den letzten drei Monaten hatte Steffen Klink diese Disziplin so gut wie gar nicht trainieren können und wusste nicht, wo er stand. Um so beeindruckender seine Höhe: 4,50 m meisterte er. Das war erneut eine persönliche Bestleistung und die zweitbeste Höhe im Feld.

1000-Meter-Krimi

Vor dem abschließenden 1000-m-Lauf war alles offen. Jeder der ersten drei hätte den Titel noch holen können. Steffen Klink (2:53,20 Minuten) legte wie Mathias Brugger (2:44,35) und Johannes Hock (2:55,80) ein höllisches Anfangstempo vor. Es sollte ein beherztes Rennen werden. Alle gaben ihr Bestes und waren im Ziel nicht nur mit ihren Kräften am Ende, sondern auch über das grandiose Ergebnis hoch erfreut.

Philipp Schlesinger, der neue Trainer Steffen Klinks, hatte hervorragende Arbeit geleistet. «Das Wichtigste für Steffen war, wieder einen Mehrkampf beendet zu haben. Und das ohne irgendwelche Ausfälle. Steffen ist wieder da!» freute sich sein euphorisch gestimmter Vater Jörg Klink. Jetzt versucht sich Steffen Klink in erster Linie auf sein Abitur im März vorzubereiten. Ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk zu seinem 19. am Donnerstag dieser Woche hat er sich ja schon gemacht . . . (mor)

 

31.01.2011

………bin wieder da und freue mich sehr, sagen zu können, dass ich wieder einen Mehrkampf durchziehen konnte, eine wirklich gute Punktzahl erreicht habe und mit Matthias und Johannes auf dem Sieger Podest stehen durfte….

 Gesamtpunktzahl : 5659  

Die Ergebnisse im Einzelnen:       
60m - 7,19     Weit -
6,98 m    Kugel - 15,42 m    Hoch - 1,99 m     60mHürden - 8,20    Stab - 4,50 m    1000m - 2:53,20                          
    (816)                (809)                 (816)                      (794)                        (932)                  (760)                   (732)   

       

24.01.2011

Info zu den Hessischen vom 22.01.2011

Auch diese Woche kann ich  Ergebnisse vermelden und das alleine macht mich ziemlich glücklich….

Ich musste schon lange darauf warten, wieder Wettkämpfe zu bestreiten.  Meine Ergebnisse möchte ich eigentlich nicht kommentieren, aber informationshalber natürlich mitteilen…

1. Platz Hürden mit 8,16 sec…1. Platz Weitsprung mit 6,92m….3. Platz im Kugel mit 14,72m

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Artikel vom 18. Januar 2011

Klinks magischer Sprung über 2,05 m

Nach achtmonatiger Verletzungspause meldete sich der Zehnkämpfer des TSV Kirberg bei den Hessischen Meisterschaften spektakulär zurück

Die Leidenszeit des Steffen Klink (TSV Kirberg) ist vorbei. Bei den Hessischen Hallen-Meisterschaften in Frankfurt/Kalbach gelang dem A-Jugendlichen Zehnkämpfer ein unglaublicher Einstieg.

Von Bernd Meuser

Steffen Klinks letzter Wettkampf liegt mehr als acht Monate zurück. Eine Verletzung der Patellasehne hatte kein leistungsorientiertes Training, geschweige die Teilnahme an einem Wettkampf, erlaubt – für einen erfolgreichen Athleten ein quälender Zustand. Dazu kam der Abschied von seinem Trainer Jörg Graf, der HLV-Trainer wurde in den verdienten Ruhestand versetzt. Als Nachfolger übernahm Philipp Schlesinger das Kommando. «Die beiden verstanden sich vom ersten Tag an, Philipp Schlesinger hat sich sehr gut auf Steffen eingestellt», so dessen Vater Jörg Klink. In der wettkampflosen Zeit stellte Steffen Klink sein Sprungbein auf rechts um, was sich als eine hervorragende Maßnahme herausstellte. «Steffen ist extrem locker», war es aus seinem Umfeld zu hören.

Es ist tatsächlich kein Traum: Steffen Klink posiert stolz neben der Anzeigetafel, die seine übersprungene Höhe dokumentiert. Foto: MeuserEs ist tatsächlich kein Traum: Steffen Klink posiert stolz neben der Anzeigetafel, die seine übersprungene Höhe dokumentiert. Foto: Meuser

In Frankfurt-Kalbach startete Steffen Klink als A-Jugendlicher im Hochsprung der Männer. Sein persönlicher Rekord lag bei 1,94 Metern aus dem Jahr 2009. Er wählte 1,85 Meter als Einstieg in den Wettkampf, die er auf Anhieb sicher bewältigte. Auch die folgenden Höhen überquerte er ohne Probleme im ersten Versuch. Dann wurde mit 2,02 Metern eine «magische» Höhe aufgelegt. Steffen Klink brachte das Kunststück fertig, auch diese Höhe makellos zu überfliegen; die Freude und der Jubel waren nicht zu überhören. Doch damit nicht genug: Steffen Klink setzte noch ein Sahnehäubchen drauf, meisterte im dritten Versuch die 2,05 Meter und verbesserte seinen Hausrekord um sage und schreibe elf Zentimeter.

Ein «traumhafter» Einstieg, damit hatte keiner gerechnet. Dass Steffen Klink als Jugendlicher bei den Männern die Bronzemedaille gewann, war für Athlet und Trainer ein schöner Nebeneffekt. Mit dieser Leistung qualifizierte sich der Mehrkämpfer für die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften in Leverkusen, dazu geht Steffen Klink am Monatsende bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften vor heimischem Publikum in Frankfurt-Kalbach an den Start. Sein sportlicher Leidensweg ist zu Ende . . .

17.01.2011

Gute Nachrichten... 

Bei den Hessischen am gestrigen Sonntag konnte ich einen tollen Hochsprung-Wettkampf durchführen

und wurde mit einer übersprungenen, überraschenden Höhe von 2,05 m belohnt….

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30.12.2010

Auch in diesem Jahr möchte ich es nicht versäumen mich zu bedanken!

Denn auch dieses Jahr habe ich sehr, sehr viele um mich herum gehabt, die mich betreut und unterstützt haben!

Wahrscheinlich mehr denn je...

Es war für mich sicherlich ein schwieriges Jahr, was mich aber dennoch weiter gebracht hat und...

...jetzt zählt der Blick nach vorne!!!

Ich möchte in diesem Jahr nicht auf Namen eingehen, da ich auch hier befürchte, keiner Rangliste gerecht zu werden. Es ist einfach so, dass ich mir sehr wohl bewusst bin, dass ich ohne das TEAM nicht kann!

Ein Riesen Dankeschön an alle!!!!! 

Auch allen die sich auf meine Seite klicken wünsche ich ein wunderschönes Jahr 2011

und dass zahlreiche Wünsche in Erfüllung gehen werden !!